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Die Anfänge unseres Vereins liegen im Jahr 1929

 

Diese Chronik soll einen kurzen Überblick über das Trommlercorps geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten die eine oder andere wichtig erscheinende Begebenheit oder Namen von Mitgliedern nicht erwähnt worden sein, so wird um Nachsicht gebeten. Dies ist bestimmt nicht mit Absicht geschehen.

 

 

 

 


Die Männer der ersten Stunden

Mehr als 80 Jahre Trommler-, Pfeifer- und Fanfarencorps Höngen e.V.

Das Trommlercorps mit Ehrenmitgliedern im Jahr 2005


Das Corps Anfang der fünfziger Jahre

Gegründet wurde das Trommlerkorps Anfang der dreißiger Jahre mit Unterstützung der Schützenbruderschaft, die bis dorthin bei Kirmesaufzügen Spielmannszüge aus Nachbarorten verpflichtete und davon unabhängig werden wollte.

Der damalige Schützenpräsident Karl Schmitz konnte den Trommelausbilder Jakob Heutz aus Laffeld und die Flötenausbilder Anton Teschers und Michael Robertz aus Süsterseel verpflichten. Diese unterrichteten die 7 - 12 Jahre alten Kinder in der Spielmannsmusik und in Schrittübungen, so dass man nach vielen Monaten intensiven Probens zum ersten mal mit der gerade gegründeten Jungschützengruppe auftreten konnte. Dieser Auftritt wurde jedoch von den damaligen Machthabern gestoppt, die es nicht duldeten, dass sich die Höngener Jugend ohne ihre Zustimmung zusammenfand. Durch die Beschlagnahme der Instrumente und das Verbot der weiteren Ausbildung war das vorläufige Ende des Höngener Trommler- und Pfeifercorps besiegelt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde durch die unermüdlichen Bemühungen von Franz Hensgens ein Neubeginn verwirklicht. Mit Leo Spätgens als Ausbilder nahm das Trommlercorps wieder die Probenarbeit auf. Ein großes Problem in dieser Zeit war die Beschaffung der Instrumente. Doch durch Tauschhandel und viel Improvisation war es möglich ab 1946 an den Schützenveranstaltungen teilzunehmen. Ab 1948 konnten die Höngener Spielleute mit neubeschaften Instrumenten und fortgeschrittenem musikalischen Können erstmals an einem Wettstreit außerhalb des Ortes teilnehmen. Finanziert wurde das nun eigenständige Corps durch bescheidene Mitgliedsbeiträge, Haussammlungen, Tanzveranstaltungen und Theateraufführungen.

Das Trommlercorps mit Tambourmajor Leo Spätgens

Schon 1950 hatte Höngen ein stattliches Corps mit einheitlichen einfachen Uniformen und einem guten Instrumentarium. In den fünfziger Jahren wurden mehrere Trommlerwettstreite durchgeführt, die erheblich zur Verbesserung der finanziellen Situation beitrugen. So war es möglich 1956 einen Fanfarenzug zu gründen, der auch die Erweiterung des Vereinsnamens zum Trommler-, Pfeifer- und Fanfarencorps Höngen bewirkte.

Das Trommlercorps erlebte einen schnellen Aufschwung durch den Eintritt vieler neuer Mitglieder. Die Auftritte bei kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen im Ort und auch außerhalb führten zu allseits anerkanntem Ansehen. Doch nicht nur Erfolge und ein stetiger Aufschwung haben das Corps begleitet. Durch Meinungsverschiedenheiten und persönlichen Zwistigkeiten, die das Abwandern von Mitgliedern zur Folge hatten, gab es auch Krisen zu bewältigen. Dank des unermüdlichen Ausbilders Leo Spätgens und dessen pädagogischen Geschick sowie der Vereinstreue der „alten Garde“ wurden auch diese Krisen überwunden.

Das Trommlercorps in den sechziger Jahren mit Tambourmajor Leo Meiers

In den sechziger Jahren wurde das Leitungsniveau und Auftreten des Trommlercorps kontinuierlich verbessert. So erlaubte es die finanzielle Situation 1971 neue Uniformen anzuschaffen. Diese waren dunkelgrün und werden noch vielen Älteren in Erinnerung sein. Auch wurde Anfang der siebziger Jahre durch die Ausbildung von mehr als 25 Jugendlichen die Vereinsstärke wesentlich erweitert. Seit dieser Zeit ist die Mitgliederzahl der Aktiven nicht mehr unter 50 Spielleute gesunken. Des Weiteren konnte durch eine Werbeaktion die Zahl der inaktiven Mitglieder auf über 150 gesteigert werden, die durch ihren jährlichen Beitrag halfen die laufenden Kosten zu decken. In den folgenden Jahrzehnten unterstützen das Trommlercorps weiter zahlreiche inaktive Mitglieder und tragen auch heute noch wesentlich zur Finanzierung des Vereins bei.

Das Trommlercorps Anfang der siebziger Jahre mit vielen neuen Nachwuchsspielleuten

Ab 1974 war das Trommlercorps in der Lage, durch sein großes Repertoire an Märschen und Konzertstücken abendfüllende Konzerte zu veranstalten. Dies war hauptsächlich das Verdienst des unermüdlichen Ausbilders Leo Spätgens. Ihm wurde im Januar 1975 für seine Ausbildungstätigkeit bei niederländischen Vereinen von der Niederländischen Königin die Medaille in Silber des „Orde van Oranje Nassau“ verliehen. Eine Auszeichnung, die nur wenigen Deutschen zuteil wurde. Außerdem wurde er vom Deutschen Volksmusikerbund im August 1976 aufgrund seiner Ausbildungstätigkeit bei deutschen Vereinen mir der Bundesfördermedaille in Silber ausgezeichnet.

Leo Spätgens als Dirigent Anfang der siebziger Jahre und das Corps in grünen Uniformen

Das Korps erlebte unter seiner Führung eine lange Blütezeit, die mit dem ersten Gewinn der Selfkantplakette im Jahre 1977 ihren Anfang nahm und über Jahre fortgesetzt wurde.

Die Beschaffung neuer Uniformen im Jahr 1977 waren ein besonderes Ereignis in der Vereinsgeschichte. Wurde doch durch die damals nicht unumstrittene Auswahl des Uniformschnittes und die markant rote Farbe eine Entscheidung getroffen, die bis heute das Trommlercorps prägt. Die Uniform gibt dem Verein eine besondere Note und Ausstrahlung, die nicht mehr wegzudenken ist. Auch die Beschaffung qualitativ hochwertiger Instrumente und damit verbundene musikalische Verbesserung rundeten das Gesamtbild ab.

Das Trommlercorps 1977 mit neuen Uniformen

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Vereins lag nicht nur in der musikalischen Arbeit, sondern auch immer in der Kameradschaft unter den aktiven sowie der Einbeziehung der Inaktiven in die Aktivitäten des Trommlercorps. Mit Vereinsausflügen und mehrtägigen Auftritten so z.B. an die Ahr oder den Rhein als auch mehrmals nach Kröv an der Mosel, konnte die Mitgliedergemeinschaft kontinuierlich verbessert werden. Hierzu gehörten auch die Wiesenfeste, die seit den siebziger Jahren ein fester Bestandteil des Terminplanes waren. Ein auch bei den Inaktiven sehr beliebte Veranstaltung ist der Kameradschaftsabend, der traditionell im Herbst für alle Mitglieder durchgeführt wurde.

Die berühmenten Wiesenfeste hier mit Pastor Klaus Beuel und einem Geschenk aus Burundi

Bei soviel Unternehmungsgeist, ist es nicht verwunderlich, dass man im Jahre 1980 durch den Aufbau einer Partnerschaft mit der schottischen „Borthwick Pipe Band“ einen weiteren Schritt unternommen hat, der in besondere Weise die Vereinskameradschaft fördert und gleichzeitig den kulturellen Horizont der Mitglieder erweitert. Seit dieser Zeit werden im 2 Jahresrhytmus Besuche beider Vereine durchgeführt. Die gleichzeitig mit den alle 4 Jahre durchgeführten Besuchen der Schotten in Höngen stattfindenden Festveranstaltungen und Trommlerwettstreite stellten das Trommlercorps vor immer neue Herausforderungen und gleichzeitig auf eine solide finanzielle Basis.

Der Besuch der Schotten im Jahr 2001


Im Jahr 1980 erhielt das Trommlercorps seine erste Satzung und wurde in das Vereinsregister eingetragen, um so den offiziellen Belangen seitens der Behörden gerecht zu werden. Durch diese Maßnahme und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit bietet sich seitdem für unsere Gönner die Möglichkeit, Spenden an den Verein steuerlich abzusetzen. Auch wurde der Vorstand auf neun Mitglieder erweitert, um so eine gerechtere Arbeitsteilung und Kontinuität zu erreichen. Mit dem Eintritt des Vereins in den Volksmusikerbund NRW wurde ein weiterer Schritt zur Förderung und offiziellen Anerkennung der Vereinsarbeit unternommen.

Unser Ausbilder Leo Spätgens feierte 1986 mit insgesamt 13 Vereinen in einer nie dagewesenen Geburtstagsfeier seinen achtzigsten Geburtstag im Saal Peters. Ein Jahr später wurde ihm für seine zusammengefasst mehr als 240 Jahre währende Ausbildungszeit bei 13 Spielmannszügen vom damaligen Landrat Eßer in einer Feierstunde das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Dies war eine würdige Krönung seines Lebenswerkes für die Musik.

Leo Spätgens in gemütlicher Runde bei Peters

Im Jahr 1989 legte Leo Spätgens nach mehr als 40 Jahren seine Ausbildungstätigkeit in jüngere Hände. Der damals noch junge und unbekannte Ron Roemen aus Montfort, der gerade seine Ausbildung als Dirigent abgeschlossen hatte, übernahm von Leo Spätgens ein schweres Amt. Für einige Mitglieder bedeutete dies eine große Umstellung und einen Verlust der liebgewonnen Gewohnheiten. Doch nach ein, zwei Jahren der Umorganisation und neuer Lehrmethoden stellten sich 1993 mit dem Gewinn der Selfkantplakette die ersten Erfolge wieder ein, die mit weiteren ausgezeichneten Abschneiden bei Landes- und Bundesmusikfesten gekrönt wurden.

In die Zeit von Ron fiel auch eine nicht leichte dafür aber gute Entscheidung, den bis dahin nur aus männlichen aktiven Mitgliedern bestehenden Verein um Mädchen und Damen zu erweitern. Dieser Schritt brachte die erneute Erweiterung der aktiven Mitgliederzahl auf über 60 und trug zur entscheidenden Leistungssteigerung bei.

Im Jahr 1996 beendete Ron Roemen seine Ausbilder- und Dirigententätigkeit beim Trommlercorps und übergab diese an Sjack Bakkes aus St. Joost. Sjack konnte nahtlos an die Linie von Ron anknüpfen und so das Trommlercorps zu weiteren Erfolgen führen. Mit seinem Einsatz und seine fachliche Kompetenz konnte sich das Trommlercorps beruhigt neuen Herausforderungen stellen.

Die Höngener Fanfaren Band

Einen ebenfalls weitreichenden Schritt taten 1987 die Fanfarenspieler, die durch das Gründen einer Trompetergruppe eine Erweiterung ihres musikalischen Horizontes anstrebten. Heute ist die aus der Trompetengruppe hervorgegangene und gut durchbesetzte DHF-Band ein fester Bestandteil bei vielen Veranstaltungen im Dorfgeschehen.

Seit 1999 veranstaltet das Trommlercorps mittlerweile gemeinsam mit dem Männergesangsverein "St. Josef" Höngen alljährlich eine Open Air Party unter dem Motto "Rumble in the Jungle". Diese wird mittlerweile jedes Jahr veranstaltet und ist weithin bekannt und beliebt. Mit über 1000 Besuchern ist sie ein finanzielles Standbein des Vereins.

Rumble in the Jungle 2000

Die gute Zusammenarbeit mit dem Männergesangsverein hat sich aus den seit 1993 durchgeführten gemeinsamen Karnevalsveranstaltungen ergeben. Hier gestalten beide Vereine gemeinsam Karnevalssitzungen, Umzüge und sonstige Events, die mit der 5. Jahreszeit zu tun haben.

Karneval in Höngen

Nach 8 Jahren Sjack Backes in Höngen kam Ron Roemen 2004 zum zweiten Mal als Ausbilder zum TPFC. Er übernahm bis 2012 wieder die Ausbildung und musikalische Leitung des Trommlercorps. Unter seiner Führung gehörte das Corps weiter zu den Aushängeschildern des Selfkants, welches sich auch in den jährlichen Wettstreiten um die Selfkantplakette wiederspiegelt. Ron setzte auf Abwechslung zwischen Flöten und Fanfaren und gab dem Verein damit einen neuen Klang. Weiterhin legte Ron ab 2010 die Grundlagen für erste Showelemente auf der Straße.

Mit dem 75 jährigen Bestehen im Jahre 2005 feierte das Trommlercorps mit dem Dorf wohl eines der größten Feste, das es dort je gegeben hat. 5 Tage lang stand Höngen ganz im Zeichen dieser Veranstaltungen und dem Besuch der schottischen Partnerschaftsband, mit der man für 25 Jahre Partnerschaft ebenfalls ein rundes Jubiläum feiern konnte.

Nach diesem herausragenden Fest legte auch unser langjähriger 1. Vorsitzender Bert Fehlen nach 31 Jahren Dienstzeit sein Amt in jüngere Hände. Mit der Generalversammlung wurde Reinhard Lenz zum neuen Vorsitzenden gewählt und Bert Fehlen zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Das Corps im Jahr 2005 vor dem Vereinslokal Peters

Im Jahr 2009 wurde mit der Ausspielung der Selfkantplakette in Höngen wieder ein großes Fest gefeiert. Mit über 40 Gastvereinen unter ihnen der Moderne Musikzug aus Wiesbaden wurden wieder Glanzpunkte in der Vereinsgeschichte gesetzt. Bei der Ausspielung der Selfkantplakette wurde das Trommlercorps als Gastgeber zweiter hinter dem Spielmannszug Saeffelen, konnte jedoch mit der Organisation des Musikwettbewerbs alle Beteiligten beeindrucken. Als Krönung wurde am Montag eine "alternative" Selfkantplakette ausgespielt, bei der die Ortsvereine ihr musikalisches und schauspielerisches Können präsentierten. Dieser Wettbewerb wurde zu einer riesen Gaudi, an die sich alle Teilnehmer noch lange mit Freuden erinnern werden.

Mitte des Jahres 2012 gab es einen erneuten Ausbilderwechsel, da Ron beschlossen hatte seinen Dirigentenstab an den Nagel zu hängen. Ab dem 22. August 2012 knüpfte Roger Balter als neuer Dirigent nahtlos an Rons erfolgreiche Arbeit an und leitet engagiert die musikalischen Geschicke des Vereins.

Im Februar 2013 richtete das Trommlercorps erstmals alleine die Höngener Karnevalsveranstaltungen aus. Der notwendig gewiordene Umzug vom Saal Peters in die die neue Narrenhalle (Sint Jan Schützenhalle) stellte den Verein vor große Herausforderungen, doch der große Zuspruch an allen Tagen rechtfertigte den enormen Einsatz der Mitglieder.

In Verbindung mit der Prunkkimes 2013 richtete das Trommler-, Pfeifer- und Fanfarencorps wieder ein großes Fest aus. Im Rahmen dieses Festwochendes besuchte die Borthwick Pipe Band das Dorf Höngen zum insgesamt 9. Mal. Damit ist diese Partnerschaft die längste im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Kreis Heinsberg und dem Dirstrict Midlothian in Schottland. Viele Freundschaften und die Partnerschaft wurden weiter vertieft. Das Musikwochenende unter der Schirmherrschaft von Peter Scheufens wurde schließlich ein voller Erfolg. Nicht nur die Sonne strahlte, sondern auch die Musiker. Im Rahmen dieses vielseitigen Festes besuchten unsere Veranstaltungen mehrere Tausend Menschen, ob zum Konzertabend mit der Westharmony am Donnerstag, zum Rumble am Freitag, zum Königsball am Samstag oder zur Alternativen Plakette, die am Montag in der zweiten Auflage wieder begeisterte. An zwei Tagen präsentierten sich insgesamt fast 30 Vereine beim Trommlerwettstreit in Höngen und verschönerten so unser Fest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Corps und die Pipe Band im Jahre 2013

Der gute Zuspruch aus der Dorfbevölkerung zeigt dem Trommlercorps, dass wir nach über 80 Jahren Vereinsgeschichte immer noch fester Bestandteil des Dorfes sind und unseren knapp 200 inaktiven Mitgliedern aber auch allen anderen Höngenern viel zu verdanken haben.

Stolz ist das Corps auch auf die stattliche Anzahl Ehrenmitglieder, die nach mehr als 40 Jahren aktiver Tätigkeit und Verdienste für den Verein die Ehrenmitgliedschaft erhalten haben.

 


Seit nunmehr über 80 Jahren ist unser Vereinslokal der Gasthof Peters. Hier trifft man sich nicht nur zu den Übungsstunden, sondern auch zu Kameradschafts- und geselligen Abenden zusammen.